Gottes Gnade annehmen

Freitag, der dreizehnte, ein Tag wie jeder andere

Komme mir vor wie auf der Suche, ich wandere

Durch mein Kopfkino, das mich zu beherrschen scheint

Alles schwarz oder weiss, Tal- und Bergfahrt, das Auge weint

Möchte nicht ständig dieses Kopfkino schauen

Und möchte vor allem mehr auf Gott vertrauen

Ja, den Glauben vernachlässigt zu haben

Ich schäme mich dies zu sagen

Dabei wollte ich nicht mehr gottlos unterwegs sein

Fühle mich aber alles andere als rein

Alles, was ich je verurteilt hab

Holte mich ein, hielt mich auf Trab

Ja, ich hasse mich oft für meine Gedanken

Die mich liessen brechen so viele Schranken

War stolz darauf mal aus der Fassade zu gehen

Das Leben von einer anderen Seite zu sehen

Inzwischen habe ich gar Angst vor meinem Leben

Dachte so oft nur ans Sterben, in mir ein heftiges Beben

Abschiedsbriefe an meine Kinder geschrieben

Es in allem nochmals übertrieben

Hilf mir Gott, ich brauch deine Kraft

Heile meine Herzenswunde, die klafft

Ich brauche dich, wie selten zuvor

Öffne mir nicht nur das Himmelstor

Zeig mir meinen Weg hier auf Erden

Und hilf mir, dass unsere Kinder nicht so werden

Möchte in Zukunft mehr beten, nicht nur in der Not

Ich danke dir für deine Gnade lieber Gott


- geschrieben von Jane B. White am 13.09.2019 -



Mit ca. 16 Jahren besuchte ich eine Freikirche. Für mich selbst war damals klar, dass ich ein Leben - wie es sich Gott wünscht - führen werde. Ich war bereit dazu den "schmalen Weg" zu gehen.

Mit 17 Jahren hatte ich dann aber das erste Mal Geschlechts-verkehr, welcher (dazumal noch) natürlich alles andere als wild war. Doch in exakt dieser Nacht verlor ich mein Armband mit den Buchstaben W W J D. What would Jesus do.

Damals verstand ich noch nicht, dass das ein Angriff des Bösen war. Ich fühlte mich nach diesem Ereignis so schuldig und wandte mich von Gott ab.

Mit ca. 20 Jahren lernte ich dann per Zufall jemand kennen, der ebenfalls dieselbe Freikirche besuchte, aber ebenfalls ein Leben führte, dass nicht dem schmalen Weg entsprach. Dank ihm besuchte ich aber zu dieser Zeit diese Freikirche wieder einige Male. Das erste Mal, war besonders - hm, mir fehlen gerade die Worte - besonders berührend. Der Prediger hatte eine Eingabe erhalten und konnte genau schildern, wie ich mich fühle. Wie schmutzig und schuldig ich mich fühle. Ich weiss noch, wie mir die Tränen nur so über die Wangen strömten. Eigentlich erstaunlich, wie gut man sich belanglosere Daten merken kann, denn dieses Datum weiss ich nicht mehr. Aber eigentlich war es ansatzweise wie mein zweiter Geburtstag: ich erhielt Vergebung von Gott. Ich verstand endlich, dass Jesus für unsere Sünden gestorben sind. Selbstverständlich sollte dies kein Freipass sein für allerlei Sündhaftes. Aber ich konnte mir endlich selbst vergeben, was Gott schon lange getan hatte.

Ab diesem Moment blieb mir Gott wichtig und im Herzen, auch wenn ich sehr oft mit Schuldgefühlen leben muss bzw. hoffentlich musste. 



Bibel; Lukas 11, 24-26:

24 «Wenn ein Dämon sein Opfer verlässt, dann irrt er so lange ruhelos umher, bis er ein neues Opfer gefunden hat. Findet er keins, entschliesst er sich: 'Ich will dahin zurückkehren, woher ich gekommen bin.' 25 Wenn er zurückkommt, findet er seine frühere Wohnung sauber und ordentlich, aber leer. 26 Dann sucht er sich noch sieben andere Dämonen, die schlimmer sind als er selbst. Sie ergreifen zusammen Besitz von dem Menschen, der nun schlimmer dran ist als vorher.»